Heißhunger in der Schwangerschaft

Schwangerschaftssymptome fallen bei jeder Frau unterschiedlich aus. Der Körper verändert sich nicht nur optisch und physisch, sondern auch hormonell. Hormone sind für das Wohlbefinden verantwortlich und beeinflussen Ihr Empfinden. Die hormonelle Veränderung kann der Grund für wiederholten Heißhunger sein. Es kommt vor, dass Sie Ihre Nahrung plötzlich ungewöhnlich kombinieren oder etwas zu sich nehmen, dass Sie bisher gemieden haben.

Heißhunger ist demnach ein natürlicher Nebeneffekt einer Schwangerschaft. Dennoch ist es wichtig den Heißhunger zu kontrollieren und die Ursachen durch einen Arzt abklären zu lassen.

Heißhunger in der Schwangerschaft vorbeugen

Heißhunger stellt in der Schwangerschaft kein Problem dar, solange Sie diesen nicht in unkontrollierte Fressattacken ausarten lassen. Ein übermäßiges und ungesundes Essverhalten kann Ihnen und dem ungeborenen Baby auf Dauer schaden.

Um Heißhunger vorzubeugen sollten Sie vermehrt kleinere Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig und vermeidet Fressattacken. Nehmen Sie leichte Nahrung zu sich um sich wohlzufühlen. Besonders im letzten Trimester führen Fressattacken zu einem unangenehmen Völlegefühl.

Das Verlangen nach Zucker können Sie nicht komplett vermeiden. Trockene Früchte eignen sich ideal als Snack. Dadurch halten Sie Ihren Blutzuckerspiegel und Ihren Kreislauf in der Balance. Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und nehmen Sie diese bewusst wahr. Es ist wichtig, dass Sie etwas essen, wenn Sie Hunger verspüren. Wenn Sie dies ignorieren, werden Sie anschließend dem Heißhunger nachgeben und unkontrolliert essen.

Die Gründe für Heißhunger

Es gibt keine eindeutigen Studienergebnisse über die Gründe der spontanen Fressattacken während der Schwangerschaft. Jedoch spielt die hormonelle Umstellung eine wesentliche Rolle. Der Geschmacksinn verändert sich und auch Gerüche werden intensiver wahrgenommen.

Bereits im ersten Schwangerschaftstrimester bildet sich ein Hormon, welches die Gewohnheiten umstellen kann. Zusätzlich erhöht sich die Insulinproduktion, die für einen schnelleren Abfall des Blutzuckerspiegels verantwortlich ist. Deshalb benötigt Ihr Körper neue Energie, die er durch Nahrung direkt aufnehmen kann.

Der niedrige Blutzuckerspiegel macht sich durch Heißhunger bemerkbar und sollte daher wahrgenommen werden. Wenn Sie bereits in Ihrer Vergangenheit unter einer Essstörung litten, kann es sein, dass diese in Form von Fressattacken während der Schwangerschaft erneut auftreten.

Mögliche Folgen von Heißhunger

Der Körper verlangt nach etwas Süßem. Damit deutet der Körper auf eine Unterzuckerung hin. Sie sollten diesem Signal folgen und sich etwas Zuckerhaltiges gönnen. Alternativ sollten Sie zu Obst oder Nüssen greifen. Neben guten Vitaminen und Eiweiß lässt es den Blutzuckerspiegel auf ein gesundes Maß ansteigen.

Nehmen Sie aufgrund übermäßiger Mahlzeiten in kurzer Zeit viel Gewicht zu, kann dies zur Schwangerschaftsdiabetes führen oder weitere gesundheitliche Probleme hervorrufen. Nicht die Menge der Nahrung ist ausschlaggebend für das Stillen des Heißhungers. Achten Sie vor allem auf ausreichende Nährstoffe.

Es ist empfehlenswert immer etwas Traubenzucker bei sich zu haben, da Sie den plötzlichen Appetit somit kurzzeitig unter Kontrolle bekommen. Nehmen die Attacken stetig zu, sollten Sie Ihren Gynäkologen aufsuchen und die Ursache eindeutig abklären lassen.

Die Signale Ihres Körpers

Durch die hormonelle Veränderung fällt es vielen Frauen deutlich leichter auf alte und insbesondere schlechte Gewohnheiten, wie Rauchen oder Kaffeetrinken zu verzichten. Im Gegenzug baut der Körper besonders bei schlanken Frauen Reserven für die gesamte Schwangerschaft und der anschließenden Stillzeit an.

Das bedeutet nicht, dass der Körper ausschließlich Fett aufnimmt. Diese Reserven dienen lediglich der erhöhten Nährstoffeinlagerung und sind ein notwendiger Bestandteil für eine gesunde Entwicklung des Ungeborenen.

Fressattacken sind normal und sollten nicht falsch gewertet werden. Denn spätestens nach der Stillzeit purzeln die Kilos wieder, da sich Ihre Hormone wieder verändern. Bis dahin tut es dem Baby und Ihnen gut. Essen Sie das, wonach Ihr Körper gerade verlangt und achten Sie dabei auf den bewussten Umgang mit ausgewogenen Nahrungsmitteln. Der Körper benötigt wichtige Vitamine und Nährstoffe, die am besten über die Nahrung aufgenommen werden können.